Eine Taktverdichtung des RE4 auf der Lehrter Stammbahn ist weiter nicht in Sicht

Der Landtagsabgeordnete für das mittlere Havelland, Michael Koch, erkundigte sich im Rahmen der Plenarsitzung des Brandenburger Landtages am 11. April nach den Plänen der Brandenburger Landesregierung noch vor Fertigstellung des Ausbaus der Lehrter Bahn einen Antrag bei der Deutschen Bahn zu stellen, um eine Taktverdichtung des RE 4 zur Hauptverkehrszeit zu ermöglichen.

Die Infrastrukturministerin Kathrin Schneider machte in Ihrer Antwort wenig Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation. Vor dem Jahr 2022 sei eine Bestellung durch das Land nicht zu realisieren. Als Gründe führte die Ministerin an, dass in den Morgenstunden keine freien Kapazitäten durch die DB Netz AG gemeldet worden seien. Weiterhin fehle es an ausreichendem Wagenmaterial.
 
Ein Vertreter der Bahn hatte allerdings bei zwei Informationsveranstaltungen zum Ausbau der Strecke moniert, dass das Land Brandenburg noch keine Anträge zur Taktverdichtung gestellt hat.
Für den Kreistagsabgeordneten Corrado Gursch ist die Aussage der Ministerin nicht nachvollziehbar: "Es ist unverständlich, warum nun wieder auf die Bahn verwiesen wird. Das Land war und ist weiterhin als Besteller der Verkehrsleistung verantwortlich für den gesamten Nahverkehr und damit auch für die Taktverdichtung des RE4".
 
Michael Koch MdL wird an dem Thema dran bleiben: "Ich werde weiter für eine bessere Anbindung der gesamten Region kämpfen. Die Menschen vor Ort haben ein Recht auf die optimale Bahnanbindung. Dafür muss das Land, die dafür hunderte Millionen Euro an Regionalisierungsmittel vom Bund bekommen, auch sorgen. Spätestens bei der Neuvergabe der Strecke im Jahr 2022 muss es eine Verbesserung geben".

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